Tag 34: Heute stand mein (Jannes) erster Arbeitstag im Protea Child Care Center an. Ich hatte mich am Abend vorher noch gründlichst vorbereitet und mir allerhand Gedanken zu den Spielen gemacht, die ich mit den Kindern spielen wollte. Drei Spiele hatte ich vorbereitet. Eins hab ich geschafft. Das es nicht mehr waren hat verschiedene Gründe. Zum waren die Kinder noch sehr klein (Grade 1 und Grade R, die noch kleiner waren als die Erstklässler, sowie Grade 2) und zum Teil mit meinen Spielideen wohl einfach ein bisschen überfordert. Zum anderen sind diese Kinder auch nicht einfach. Sie alle haben Hintergründe, die man keinem wünscht. Manche sind von zu Hause weggelaufen, andere wurden von der Polizei gebracht, weil sie auf der Straße mit Drogen gehandelt haben und wieder andere haben ihren jungen Jahren bereits selbst Probleme mit Drogen, um nur einige Hintergründe zu nennen. Nichtsdestotrotz spürt man bei allen das Kind, was sich hinter diesen zum Teil finsteren Geschichten verbirgt, das nach Aufmerksamkeit und Zuneigung lechzt. Im Protea Child Care Center wird ihnen diese Kindheit, die manche nie wirklich hatten, zumindest ein Stück weit ermöglicht. Das es dennoch Disziplinprobleme gibt und die auch nicht aufhören wenn mein Sportunterricht anfängt kann man sich vorstellen und so habe ich viel Zeit damit verbracht die kleine Racker bei der Stange zu halten und gespielt haben wir leider nur wenig. Aber auch das ist eine Erfahrung und ich gehe davon aus (und hoffe), dass sich das Verhältnis von Disziplinieren zu Spielen mit der Zeit noch ein bisschen in Richtung Spielen verschiebt. Mit den Zweitklässlern lief das Ganze dann auch schon deutlich besser. Zum einen war hier das Verständigungsproblem nicht mehr so groß (viele von den ganz kleinen sprechen noch nicht viel Englisch, was natürlich alles ein bisschen schwieriger macht), zum anderen wollten sie auch unbedingt spielen und waren deshalb eher bereit sich auf von mir aufgestellte Regeln einzulassen (wohingegen sich die kleinen, wenn sie keine Lust mehr hatten, einfach irgendwo auf den Boden legten, wo sie auch kaum noch weg zu bewegen waren). Große Augen gab es trotzdem als ich mit meinen alternativen oldenburger Spielideen ankam „This is a lovely game teacher, but can‘t we just play soccer!? With a regular ball!? Pleeeaase!“ Aber da mussten sie durch. Nächstes mal gibts dann auch einen richtigen Fußball. ;)
Nachdem das geschafft war sind Anke und ich dann mit Wiebke und Inken nach Sardinia Bay gedüst, wo wir erstmal unser Paddleball Set ausgepackt haben und die Dünen runter gekugelt sind. Herrlich! Abends ging es dann ebenfalls mit Wiebke und Inken und mit Killiian, der auch aus Oldenburg kommt und hier an einem Theaterworkshop mitwirkt, ab ins Barney‘s, einer rappelvollen Kneipe, direkt am Meer, wo wir diesen ereignisreichen Tag ausklingen ließen.
Nachdem das geschafft war sind Anke und ich dann mit Wiebke und Inken nach Sardinia Bay gedüst, wo wir erstmal unser Paddleball Set ausgepackt haben und die Dünen runter gekugelt sind. Herrlich! Abends ging es dann ebenfalls mit Wiebke und Inken und mit Killiian, der auch aus Oldenburg kommt und hier an einem Theaterworkshop mitwirkt, ab ins Barney‘s, einer rappelvollen Kneipe, direkt am Meer, wo wir diesen ereignisreichen Tag ausklingen ließen.
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