Montag, 25. Oktober 2010

mit ottern auf dem ottertrail

Tag 44: Heute haben wir uns auf den Weg in den Tsitsikamma Nationalpark gemacht und sind den ersten Teil des Otter Trails gewandert. Der Weg führt immer an der Küste entlang und ist alles andere als langweilig. Ausgeschildert ist so gut wie gar nichts, dafür findet man auf manchen Steinen gelbe Tatzen an denen man sich orientieren kann. Am Anfang unserer Wandertour dachten wir noch das wird ne ganz einfache Kiste. Dann kam uns ein Pärchen aus Belgien vollkommen durchgeschwitzt entgegen und meinte, der erste Teil sei noch einfach alles was danach kommt sei ziemlich anstrengend. Wir so „Nööööö, das kriegen wir locker hin, sind ja super sportlich, Sport ist unser Leben“. Vonweeeeeeegeeeeeen. Es wurde richtig anstrengend, hat aber auch superviel Spaß gemacht. Sind quasi von Stein zu Stein gehüpft und haben uns mühsam vorgearbeitet. Der Trail endet an einem großen Wasserfall, den wir richtig gut fanden. Er kommt auch als ziemliche Überraschung daher, denn man sieht ihn eigentlich erst wenn man schon fast davor steht. Weil die Aussicht so schön war, haben wir eine Weile Pause gemacht und uns erst nach einer knappen Stunde wieder auf die Socken gemacht. Eigentlich hatten wir uns vorgenommen denselben Weg wieder zurück zu wandern, mussten aber nach einer Weile feststellen, dass wir uns übelst verlaufen hatten. Und zwar auf die schlimmste Art und Weise, nämlich bergauf. Waren gefühlte 500 Stufen bergauf gelaufen in der Hoffnung auf dem richtigen Weg zu sein. Dem war aber nicht so, wir also wieder runter gekraxelt mit ordentlich zittrigen Beinen und einen anderen Weg genommen, der uns schließlich wieder zurück zu unserem Auto führte. Nach einer kurzen Stärkung ging es dann weiter Richtung Plettenberg Bay, unser nächster Stopp auf dem Weg nach Kapstadt. In Plettenberg Bay angekommen, machten wir uns auf die Suche nach unserem Hostel, welches so weit in den Wallachutten versteckt lag, dass wir mehrere Rentner auf der Straße anhalten und mit Fragen nach dem richtigen Weg belästigen mussten. Dieser ganze Aufwand lohnte sich nicht wirklich, denn das Hostel war nicht nur vollkommen ab vom Patt sondern auch ein bisschen mau. Schön ist was anderes von daher verabschiedeten wir uns schnell und machten uns auf den Weg zum Nothando, ein Hostel, das wir wirklich empfehlen können. Die Zimmer sind sehr schön (im Schrank gibt’s sogar ne Dusche), es gibt eine Bar und ein sehr leckeres Frühstück. Und Haustiere gibt’s auch umsonst dazu: ein Hund, der einem permanent einen Ball vor die Füße legt (wer spielt hier eigentlich mit wem?!), ein Hund der einfach nur rumsteht, eine Katze, die immer auf der Couch liegt und chillt und ein Gecko (das lebte bei uns im Zimmer).

 

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