Dienstag, 7. September 2010

wich side of the wall are you from?

Tag 2: Etwas überraschend wurden wir heute durch einen Anruf von Ankes Chef Paul geweckt, der eine knappe halbe Stunde später auch schon vor der Tür stand. Genau genommen war es eigentlich gar nicht Paul der uns weckte, sondern Wiebke, die Anrief um uns zu sagen, dass Paul gleich anrufen würde. Klingt im ersten Moment vielleicht komisch, war aber sehr praktisch, denn so konnte Anke ihre Stimme noch schnell von männlich, Mitte 40 und unrasiert auf charmant und weiblich Mitte 20 umstellen. Pauls Anruf, der etwa so verlief: „ Hello! This is Paul. Are you awake? Fine, I’ll be there in ten seconds!“ holte uns dann in null Komma nichts aus dem Bett und gemeinsam mit ihm in die Bird Street, Ankes Headquarter in den nächsten Monaten. In einem Gebäude, dass bei uns glatt als Museum durchgehen würde und vor dem der größte Baum steh, den wir jemals gesehen haben, gab es dann erstmal „Frühstück“. Das heißt es gab Tee mit Milch und Koks (zumindest wollte Paul uns den pulverförmigen Süßstoff als solches verkaufen) und Kekse für alle. Für den Rest des Vormittags waren wir dann quasi Pauls Schatten und er hat uns überall mit hingenommen, inklusive Friseur. Wieder zurück im Hostel, gabs dann lecker Pasta, begleitet von Missionars-Pop-TV-Shows à la Hannah Montana für Katholiken. Dann standen auch schon Wiebke und Lina auf der Matte und nach einem kurzen Abstecher zum Handyladen, in dem man uns, zu unserer Erheiterung, beim Kauf neuer Simkarten fragte, „Wich side of the wall are you from?“, ging es weiter nach Central wo ganz schön Leben in’er Bude war. Danach ging es dann zum ersten mal in ein Township, aus wir Wiebkes Freund abholten, der dort bei einer NGO (Non Govermantal Organization) arbeitet. Sind heute also ganz schön rumgekommen und dementsprechend sackmüde! Morgen mehr von uns. Jetzt packen wir uns erstmal pennen und melden uns dann morgen aus unserer neuen Wohnung.

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