| flippin lekker biltong |
in knappen shorts und nassem khakihemd durch den dschungel vom ostkap, fern vom basiscamp... wir reiten nie auf modewellen, hab'n nur schwachsinn unter unser'm tropenhelm!
Donnerstag, 30. September 2010
der südafrikaner an sich...
Tag 23: Vor meiner Abreise bekam ich von meinem Dad die „Gebrauchsanweisung für Südafrika“ geschenkt, ein etwas anderer Reiseführer und auf jeden Fall ein lesenswertes Buch. Vieles von dem, was ich darin gelesen habe, haben Anke und ich auf jeden Fall auch schon im täglichen Leben hier wieder gefunden und vieles was wir hier erleben lässt sich mit Hilfe dieses kleinen Büchleins auch besser verstehen. Und dieses Büchlein ist es auch gewesen, das mich den Entschluss hat fassen lassen, (fast) alles was „den“ Südafrikaner an sich ausmacht, einmal auszuprobieren und so ein reiner Weltafrikaner zu werden. Nachdem ich mich schon an typische Speisen der Buren, in Form von Biltong und Droewors, ran getraut habe und wir am Wochenende sogar die Gelegenheit hatten das typische Xhosa Bier zu probieren, eine zähflüssige Masse, die ziemlich unangenehm riecht und sich durch einen säuerlichen, aber nicht unangenehmen Geschmack auszeichnet, stand heute Barfußlaufen auf dem Zettel. Man könnte meinen, ich würde mir das ausdenken oder sei nach meiner Djembetrommelei nun endgültig auf dem Hippietrip. Und auch Anke und ich dachten zuerst, es würde sich um ein paar vereinzelte besonders naturverbundene Spinner handeln, wenn uns im Supermarkt barfüßige Jungs und Mädels über den Weg liefen, aber dem ist nicht so. Der Südafrikaner an sich, vor allem die Männer, lieben es barfuß zu laufen, das bestätigte uns dann auch die „Gebrauchsanweisung für Südafrika“. Und nachdem ich an Biltong und Droewors auf jeden Fall Gefallen gefunden habe, stand heute wie gesagt Barfußlaufen auf dem Selbstversuchsplan. Das ganze war auch ziemlich lustig, vor allem barfuß durch unsere kleine Mall hier zu laufen war ein merkwürdiges Gefühl, aber nachdem ich am Abend mit Nadel und Stirnlampe bewaffnet wahre chirurgische Kunstgriffe vollbringen musste, um mir mehrere Splitter aus den mittlerweile rabenschwarzen Mauken zu entfernen, bin ich zu dem Entschluss gekommen, das mit dem Barfußlaufen doch lieber den südafrikanischen Jungs zu überlassen.
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