Dienstag, 7. September 2010

alles gut, alles da, alles wunderbar! das macht dann 10€!

Tag 1: Nach einer Bahnfahrt, die man gleich unter mehrere Motti stellen könnte (spontan würden mir da folgende einfallen: „Mehr Glück als Verstand!“, „Glück im Unglück!“ oder „Das Glück liegt bei den Doofen“) sind wird zunächst sicher und ohne Probleme in Jo-Burg gelandet ....und sofort auf den ältesten Bauerntrick der Welt reingefallen. Wir haben uns die Koffer zum Re-check-in bringen lassen... für 10€! Der durchaus charmante und witzige Kofferträger (wir nennen ihn mal Porter, denn das stand auf seinem Pulli), der uns gleich mit seinen Deutschkenntnissen zu beeindrucken wusste („Alles gut, alles da, alles wunderbar!“) und uns auch sonst ordentlich Honig ums Maul zu schmieren wusste, nicht zuletzt indem er unseren Fußball lobte und über Maradonna witzelte, machte uns dann irgendwann darauf aufmerksam, dass er von Tipps leben würde. Das damit keine guten Ratschläge gemeint waren, lag auf der Hand. Und so meinte Porter, wenn wir ihm 10€ gäben, wäre er doch schon sehr zufrieden. Na ja, immerhin haben wir auch was für unser Geld bekommen. Neben einem Haufen Komplimenten hat er uns alles überall hingebracht und sich für und mit uns vorgedrängelt, wo man nur konnte. Nicht ganz so problemlos ging es dann bei der Sicherheitskontrolle beim Re-check-in weiter. Da durfte Porter leider nicht mit rein, sonst wären wir wahrscheinlich auch da einfach an allen vorbei marschiert. Das Problem bestand darin, dass meine Hosentaschen nicht leer waren. Nicht, dass ich den Securities vorher hätte sagen können, dass das gleich ordentlich piept... Aber die Dame meinte ich könnte einfach alles in den Taschen lassen – natürlich hat es gepiept. Ich wurde dann abgetastet und kaum war die erste Hosentasche erreicht hieß es: „That’s a problem!“ Insgesamt gab es drei Problems, die aber alle ohne größere Schwierigkeiten gelöst werden konnten. Danach ging es dann weiter nach P.E. mit einer Landung, die der in unserem Video schon sehr nahe kam. Am Flughafen wartete bereits Wiebke auf uns, die uns in ihrem knallroten VW Fox(!) abholte. Auf der „falschen“ Straßenseite ging es dann an Palmen und niedlichen kleinen Häuschen vorbei nach Summerstrand, wo wir unser Hostel bezogen – die Lungile Lodge (www.lungilebackpackers.co.za). Lungile heißt soviel wie „Gut genug“ und das ist unsere kleine holzverkleidete Herberge mit Pool allemal. Sie liegt am Hang eines kleinen Hügels und wenn wir aus unserem Zimmer treten stehen wir auf einer kleinen Veranda von der aus wir über die Häuser hinweg direkt aufs Meer gucken können. Genau wie alle anderen Menschen die wir in Südafrika bisher getroffen haben, sind auch hier die Leute sehr nett, überaus gastfreundlich und hilfsbereit und so freuen wir uns auf viele weitere neue Bekanntschaften!


...by the way, Port Elizabeth wird nicht umsonst „The Windy City“ gennant! Es ist sackwindig hier, echt ey! Also packt ’n Drachen ein wenn ihr kommt Kinder! ;)

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