Tag 20: Heute stand er nun also an, der lang angekündigte Roadtrip zum Shell Festival nach Jeffreys Bay. Voller Vorfreude und mit großen Erwartungen machten wir uns auf den Weg! ...um kurz darauf, die große Enttäuschung zu erleben. Das Shell Festival, das wir uns als ein rauschendes Volksfest voller Traditionen, kulinarischer Spezialitäten und feiernder Menschen vorgestellt hatten entpuppte sich als mickriges und lausiges Pupsdorffest. Sogar das Fulkumer Straßenfest (wer kennt es nicht?!) hat da noch mehr zu bieten. An die wenigen Gäste, die sich dennoch an diesem Wochenende nach J-Bay verirrt hatten, wurde haufenweise Plastikspielzeug und anderer Ramsch verkauft (Gutschi Sonnenbrillen und Deutsche & Albaner Uhren durften da natürlich nicht fehlen!), die kulinarischen Leckerbissen beschränkten sich auf ein paar Bratwürste und Muscheln (um die es ja eigentlich gehen sollte!) suchte man vergebens. Highlight (zumindest für viele Gäste) war das „Burno Inferno“. Ein Haufen durchgeknallter Irrer die mit ihren aufgemotzten Rostlauben, unter dem Gejohle und Gegröle der Zuschauer, jede Menge Reifen verheizten (im wahrsten Sinne des Wortes!) und die eine oder andere Achse zerlegten. Und das von 9 Uhr Morgens bis 18 Uhr Abends! Sensationell ...nicht! Zum Glück hatte Anke sich vorher ein bisschen im Internet informiert, was J-Bay sonst noch so zu bieten hatte und so hatten wir noch das eine oder andere Ass im Ärmel. Als erstes gings ins „Potters Place“. Tagsüber ein kleines, verschlafenes Café/ Restaurant und Abends Schauplatz für Konzerte und sonstiges Kulturprogramm. Gestärkt ging es dann in die vielen Factory Stores im Billabong Village, ein einziger großer Grabbeltisch der verschiedenen Surfmarken. Zumindest bei Billabong hatte man wirklich das Gefühl man würde sich durch KIK wühlen. Haufenweise Klamotten und eine Ordnung die höchstens eine KIK-Filialleiterin verstehen kann. In Anbetracht dieses Chaos geriet Anke bald ins Schwitzen und ergriff die Flucht. Irgendwann gab dann auch ich auf und verließ den Laden mit leeren Händen. Zum Glück gab es ja noch weitere Factory Stores. Diese hatten zwar nicht die gewaltigen Ausmaße des Billabong Stores, aber dafür waren sie geordnet und so wurden wir bei Ripcurl doch noch fündig. Nur bei Quiksilver und Roxy machte man uns die Tür vor der Nase zu (es war Heritage Day, ein nationaler Feiertag und die Geschäfte deshalb nur bis 15 Uhr geöffnet). Na ja, so haben wir einen Grund noch mal wiederzukommen ...abgesehen davon wollten wir ohnehin nochmals nach J-Bay um Sandboarden zu gehen. Auf dem Rückweg noch kurz im Munkee Bizniz auf ein Bierchen und eine Droewors (lecker Trockenwurst!) vorbeigeschaut und ab nach Hause.
in knappen shorts und nassem khakihemd durch den dschungel vom ostkap, fern vom basiscamp... wir reiten nie auf modewellen, hab'n nur schwachsinn unter unser'm tropenhelm!
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